Freiwillige Feuerwehr

Almhorst

Retten-Löschen-BERGEN-Schützen

Feuerwehr  Almhorst  - heute-

 

Bei Einsätzen werden die 48 aktiven Kameradinnen und Kameraden mittels der zwei Sirenen und/oder digitaler Funkmeldeempfänger alarmiert. Im Feuerwehrhaus können sie auf zwei leistungsfähige Löschfahrzeuge zurückgreifen und mit diesen zum Einsatzort ausrücken.

 

Fahrzeugtechnik

 

Zur Verfügung stehen ein TSF-W von Schlingmann auf MAN-Fahrgestell (Baujahr 2005) und ein LF8 ebenfalls von Schlingmann auf Mercedes-Fahrgestell (Baujahr 1984).

 

Tragkraftspritzenfahrzeug—Wasser (TSF-W):

 

Dieses Fahrzeug ist das ideale Erstangriffsfahrzeug für die Feuerwehr Almhorst. Während der Anfahrt kann sich bereits ein Trupp mit Atemschutzgeräten ausrüsten, um am Einsatzort unverzüglich zur Menschenrettung oder Brandbekämpfung mit dem mitgeführten 750 Liter Wasser vorgehen zu können.

Neben der regulären Schaumausrüstung kann bei Kleinbränden auf eine Schaumpistole, z. B. bei PKW-Bränden, zurückgegriffen werden.

Zur Rettung steht eine vierteilige Steckleiter zur Verfügung, mit der Personen bis zum zweiten Obergeschoß gerettet werden können.

Bei Sturmschäden oder sonstigen Schneidarbeiten am Holz steht eine Kettensäge zur Verfügung.

Der Schornsteinfegersatz der Stadtfeuerwehr ist ebenfalls auf dem TSF-W verlastet und wird bei Bedarf angefordert.

Mit dem mitgeführten 5 KVA Stromerzeuger und Beleuchtungssatz können Einsatzstellen ausgeleuchtet werden. Daneben verfügt das TSF-W über einen Lichtmast mit Xenon-Scheinwerfer.

Härtere Materialien, z. B. Blech oder Verbundglasscheiben, können mit der Rettungssäge durchtrennt werden.

Für die Rettung von eingeklemmten Personen steht ein Rüstsatz mit Schere und Spreizer bereit.

 

Löschgruppenfahrzeug 8  (LF 8)

 

Neben dem TSF-W ist in Almhorst das Reservefahrzeug der Stadtfeuerwehr stationiert. Bei Einsätzen rückt es als zweites Fahrzeug aus, um das TSF-W zu unterstützen oder als eigenständige taktische Einheit zu agieren.

Bei Unterstützung wird durch das LF 8 die Wasserversorgung sichergestellt. Dazu wird die eigebaute Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Leistung von 800 l/min bei 8 bar primär eingesetzt.

Muss von einer abgelegten Stelle Wasser gefördert werden, dann kommt die Tragkraftspritze zum Einsatz.

Für die technische Hilfeleistung wird Unterstützungsmaterial in Form von Rüstholz für den hydraulischen Rettungssatz des TSF-W mitgeführt.

Sind Atemschutzgeräteträger erforderlich, dann kann mit den vier Pressluftatmern zwei Trupps zu Menschenrettung oder Brandbekämpfung gestellt werden.

Verfügbar sind auf beiden Fahrzeug insgesamt acht Atemschutzgeräte. Um diese in den Einsatz zu bringen trainieren regelmäßig die 17 Atemschutzgeräteträger, um die erforderliche körperliche Fitness und Fertigkeiten zu erbringen.

Für die Rettung verfügt das LF 8 ebenfalls über ein vierteilige Steckleiter.

Mit der Tauchpumpe bzw. der Wasserstrahlpumpe kann Wasser aus Kellern oder Gruben gepumpt werden.

 

Schutzausrüstung

 

Die Ausrüstung der Feuerwehrkameradinnen und Kameraden hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Wurde bis in die 90ziger Jahre noch mit Feuerwehrrock bzw. Einsatzkombi gelöscht wurde in den Folgejahren die Schutzwirkung deutlich verbessert. In der Regel besteht die Ausrüstung aus Feuerwehreinsatzhose und –jacke, Feuerwehrstiefel, Schutzhandschuhe und Feuerwehrhelm mit Nackenleder und Visier. Zur Brandbekämpfung rüsten sich die Kameradinnen und Kameraden neben den oben erwähnten Feuerwehrstiefeln und Feuerwehrhelm mit Nackenleder mit einer Feuerwehreinsatzüberhose sowie –jacke, speziellen Feuerwehrhandschuhen, Feuerwehrhaltegurt und Flammschutzhaube aus. So besteht ein Schutz vor kurzfristigen Flammenbeaufschlagung bei z. B. einer Durchzündung ( Flashover).

Bei weitergehenden Wärmestrahlung wird die Hitzeschutzbekleidung angelegt.

Bei Arbeiten mit der Ketten– bzw. Rettungssäge schützt sich der Kettensägenführer mit vorgeschriebener Ausrüstung.

 

Feuerwehrhaus

 

Für die Leistungsfähigkeit einer Feuerwehr spricht auch das Feuerwehrhaus. Neben den beiden Fahrzeugstellplätzen steht eine kleine Werkstatt mit Lagermöglichkeiten, ein Schulungs– bzw Aufenthaltsraum, ein weiterer Lagerraum, ein Brandmeisterbüro, Sanitäre Anlagen sowie ein Eingangsbereich mit integrierter Küchenzeile zur Verfügung.

Ihr Feuerwehrhaus halten die Kameradinnen und Kameraden selber sauber, ein monatlicher Putzdienst ist organisiert. Kleine Um– bzw. Erweiterungsarbeiten werden selbstverständlich auch ehrenamtlich vorgenommen.

 

Mitglieder der Feuerwehr Almhorst

 

Zurzeit besteht die Feuerwehr Almhorst aus 48 Aktiven, 39 Passiven, 74 Förderer und 12 Jugendfeuerwehrmädchen und –jungen. Danach ist die Feuerwehr Almhorst die drittgrößte aktive Wehr in der Stadt Seelze.

Neben ihrer Tätigkeit in der Feuerwehr Almhorst leisten noch elf Kameraden ihren Einsatzdienst bei der erweiterten Katastrophenschutzkomponente der Feuerwehr Seelze im Bereich des atomaren-, biologischen– und chemischen Einsatzes.

 

Führung/Kommando

 

Die Ortswehr wird von Christian Kielhorn geführt, als Stellvertreter fungiert Jörg Wulf. Als Gruppenführer sind Bernd Otte und Manfred Cordes eingesetzt, die Finanzen werden durch Gordon Heitmüller geführt. Als Schrift– bzw. Pressewart agiert Michael Müller. Die Gerätschaften werden durch Lars Volker und Torgen Monden immer einsatzbereit gehalten. Die Atemschutztechnik umsorgt Patrik Volker. Als Sicherheitsbeauftragter wurde Guido Hartmann benannt. Die Jugendfeuerwehr wird durch Christopher Wulf und Marcel Uhde geführt.

 

Dritter Zug der Stadtfeuerwehr

 

Die Feuerwehr Almhorst gehört zum dritten Zug der Stadtfeuerwehr, der aus den Ortswehren Almhorst, Kirchwehren und Lathwehren gebildet wird. Die Funktion des Zugführers nimmt der Almhorster Ortsbrandmeister wahr.

 

 

Feuerwehr Almhorst  - Historie-

 

Zu Anfängen des Feuerlöschwesens wurde die Bevölkerung durch Sturmläuten der Glocke im Glockenturm am Spritzenhaus und einem per Fahrrad durch den Ort fahrenden Hornisten alarmiert. Erst ab 1971 wurde die erste Sirene an der neuen Grundschule in Betrieb genommen. Um auch die Bürger im westlichen Ortsteil optimal zu erreichen wurde am Denkmal später eine zweite Sirene errichtet.

Gründung:

Am 10. März 1934 gründeten 37 Bürger die Feuerwehr Almhorst. Dieses resultierte aus der Verabschiedung des preußischen Feuerlöschgesetzes vom 15.12.1933, wo die Turner– oder anderen Feuerwehren ihren Vereinscharakter verloren und ins Gemeinwesen überführt und Orts ohne Feuerwehr zur Gründung angehalten wurden.

Im Jahr 1937 kamen die ersten großen Bewährungsproben mit dem Brand der Scheune Flor und des Fachwerkhausen des Landwirtes Heinrich Schüddekopf. Im Jahre 1940 war die goltermannsche Scheune zu löschen. Neben vielen kleinen Ereignissen kam es erst 1984 wieder zu einem Großbrand: im Staatsforst brannte eine Schonung. Dem folgten 1988 der Vollbrand der Scheune des Fuhrunternehmens Horstmann und 1992 ein Wohnhausbrand.

Seither sind die Almhorster von größeren Unglücken verschont geblieben. Trotz der wenigen großen Ereignisse in unserem Ort ist immer höchste Wachsamkeit geboten, denn der rote Hahn kann jederzeit zu schlagen. Die Feuerwehr Almhorst steht immer bereit bei Bedarf schnell und kompetent einzugreifen.

 

Jugendfeuerwehr  - Gründung und Entwicklung -

 

1981 erkannte die Feuerwehrführung, dass eine Jugendfeuerwehr unablässlich für eine gesunde Entwicklung der gesamten Feuerwehr ist. Der Festakt zur Gründung wurde am 30. Mai auf dem Sportplatz mit insgesamt 19 Jugendfeuerwehrkameraden vollzogen.

Die noch junge Jugendfeuerwehr legte einen Blitzstart bei Wettkämpfen hin, im Jahr 1981 war es noch der zweite Platz so folgten in den nächsten Jahren erste Plätze oder zu mindestens vordere Platzierungen. In den letzten Jahren konnten sich die meist jüngeren Almhorster Jugendfeuerwehrmitglieder gegenüber älteren Gruppen achtbar schlagen. So wurde beispielsweise beim Wettkampf in Kirchwehren 2005 der zweite und fünfte Platz belegt werden.

2011 konnte die Jugendfeuerwehr ihr 30jähriges Bestehen im Rahmen eines Tages der offenen Tür feiern.

In Almhorst wurde und wird seit Gründung kontinuierlich und engagiert Jugendarbeit geleistet. Erster Jugendwart war Rainer Busch. Auf ihn folgten Uwe Gärtner und Rüdiger Busch. Anschließend führten Jens Gasterich und danach Markus Bruns die Jugendfeuerwehr. Von 2000 bis Dezember 2007 war Martin Scholz (zuvor lange stellvertretener Jugendwart) zusammen mit seinem Vertreter Jan Schiller für die Jugendlichen verantwortlich. Seit Ende 2007 führen Christopher Wulf und Marcel Uhde die Jugendfeuerwehr.

 

Führung der Feuerwehr im Wandel der Zeit

 

Die Führung der Feuerwehr Almhorst zeichnet sich durch Kontinuität aus. Bisher haben acht Brandmeister und zehn Stellvertreter die Belange der Feuerwehr geleitet. In fünf Fällen wurde der Stellvertreter dann selber zum obersten Brandschützer von Almhorst berufen.

Der Wechsel an der Spitze wurde zweimal durch die Ernennung des Amtsinhabers zum Stadtbrandmeister ( Ernst Busch und Lutz Kapitza ) notwendig.

 

Fahrzeuge der Feuerwehr Almhorst

 

Bilder

 

Entwicklung des Feuerwehrhauses

 

Das erste Spritzenhaus in Almhorst wurde lange vor der Gründung der Feuerwehr, erwähnt erstmals 1895, auf dem Denkmalsplatz genau gegenüber dem Hof Volker. Diese einfache „Garage“ genügt nicht mehr den Ansprüchen und war zudem noch baufällig und wurde 1970 abgerissen. Bis zum Bezug des neuen Feuerwehrhauses am jetzigen Standort vergingen noch viele Jahre, in denen die Fahrzeuge der Feuerwehr Almhorst anderorts untergebracht werden mussten.

Eingeweiht wurde 1974 ein Feuerwehrhaus mit zwei Stellplätzen, einer Werkstatt mit Lager und einen Aufenthalts– bzw. Schulungsraum. Das Flachdach erwies sich in den Folgejahren als Wartungsintensiv, da immer wieder Wasser in die Fahrzeughalle einsickerte. 1985 wurde zur Abhilfe ein Satteldach aufgesetzt. Anfangs wurden die sanitären Anlagen der angrenzenden Grundschule mit genutzt. Später wurden eigene Anlagen für die Feuerwehr separat im Schulgebäude geschaffen. Aufgrund von Platzbedarf der Grundschule mussten diese 2002 einem weiterem Klassenraum weichen, so dass eine Erweiterung des Feuerwehrhauses zwingend erforderlich wurde.

Mit Schaffung einer Damen– und Herrentoilette  sowie einer Küchenzeile und Lagerraum konnte der Statusquo wieder hergestellt bzw. übertroffen werden. Letztlich kam nach Auflösung der Verwaltungsstelle im rückwärtigen Bereich des Feuerwehrhauses noch das Brandmeisterbüro hinzu. Alle Maßnahmen wurden ehrenamtlich unter großen Engagement der Kameradinnen und Kameraden durchgeführt und letztlich 2006 abgeschlossen.

 

 

 

Bilder